Mt. Everest besteigen in einem Tag


Wenn wir das Thema Motivation in 3 Schlagworten zusammenfassen würden, ergäbe sich:

  1. Du brauchst ein ZIEL
  2. Du brauchst eine STRATEGIE
  3. und Du brauchst deine WILLENSKRAFT

 

Und vielleicht kennst du es auch, dass sich auf dem Weg zur Zielerreichung etwas verändert – dein Umfeld, das Ziel, die Bedingungen, du selbst oder du merkst, dass deine Strategie nicht an das Ziel führt.

Genau da stehe ich gerade und du kannst davon lernen. Es gibt 2 typische Fälle:

  1. Dein Ziel ist das falsche, weil du dich zu sehr an anderen orientierst. In dem Fall schau wieder mehr auf dich, höre auf dich zu vergleichen und mach dein Ding, egal was die anderen über dich sagen oder denken!
  2. Das Ziel ist das richtige, deine Strategie führt dich aber nicht dorthin. In diesem Fall überprüfe warum die Strategie nicht funktioniert hat und verändere deine Strategie, wenn das Ziel noch attraktiv genug ist. Hier machen viele den Fehler, dass sie sich entmutigen lassen und die selbe Strategie mit mehr Disziplin anwenden. Das führt zu nichts.

Mein Ziel ist es den Mt. Everest in nur einem Tag zu besteigen und zwar im höchsten Gebäude der Welt – der Burj Khalifa. Das hat nicht funktioniert, genauso wie die Ansprache diverser Unternehmens-Hochhäuser und Tower in Frankfurt nicht funktioniert hat.

Was ich dafür getan habe?

  • mehr als 200 Unternehmen angesprochen
  • 150 personalisierte Videos gedreht
  • etliche Präsentationen gehalten und Gespräche geführt
  • 2000 Visitenkarten gedruckt
  • zehntausende Menschen über social media erreicht
  • 9 Pressemitteilungen in 5 Ländern geschrieben
  • 50 Briefe geschrieben
  • 20 Geschenke gemacht
  • 3 Vorträge gehalten
  • 5 Unternehmergruppen besucht
  • 1 Messe als Aussteller besucht
  • 1 deutsche und 1 englische Homepage gebaut
  • 1 crowdfunding aufgesetzt

Und sind erfolgreich in 2 Finanzierungsrunde gescheitert. Euer ganzes Feedback, Kritik und Lob haben wir uns angehört und die Challenge angepasst. Hier könnt ihr den Beitrag ausführlich lesen.

 

Jetzt könnte ich hingehen und sagen, dass die Challenge gescheitert ist oder wir nehmen die Symbolik der Challenge. Gerade wenn du ganz nach oben willst, einen hohen Berg besteigen oder ein hohes Ziel erreichen willst, musst du zwischendurch auf Teilstrecken wieder absteigen, damit sich dein Körper akklimatisieren kann. Genauso machen wir das! Und deshalb werde ich das Ziel den Mt. Everest in einem Tag zu besteigen etwas anpassen und am 22. April 2017 bei einem internationalen Wettkampf erreichen.

 

Technische Daten

  • 100 Runden
  • 84,390km
  • 8848m
  • Anzahl der Stufen: 79.400 gesamt
  • Zeitlimit: 24 Stunden

 

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Die Macht der Überzeugungskraft


Garantiert wurde dir schon mal was verkauft, was du eigentlich gar nicht haben wolltest. Oder was eigentlich zu teuer war. Du hast schon mal gegen jede Vernunft etwas für andere getan, was im Endeffekt auch nur zu deinem Nachteil war? Und jedes Mal hast du dich im Nachhinein gefragt, wie es eigentlich der Verkäufer geschafft hat, so sehr Einfluss auf dich zu nehmen, dass du das eigentlich komplett nutzlose Accessoire für teures Geld gekauft hast? Damit ein herzliches Willkommen in der Welt der Manipulation, der Sprache, der Gesten und der Persönlichkeiten. Einfluss nehmen auf andere durch die richtige Kommunikationstechnik, darum wird sich in diesem Artikel alles drehen!

In den folgenden Zeilen werden wir mit dir einen Ausflug in die Welt der Kommunikationstechnik machen. Wir werden dir zeigen, wie du mit einfachen Tricks deine Kommunikationstechnik so aufpolierst, dass du auch als schüchternes Mauerblümchen zum durchsetzungsstarken Alphatier werden kannst. Hierfür brauchen wir keine Magie und keine obskuren, schon hunderttausendmal gelesene Ratschläge – sondern nur etwas Psychologie und das Wissen um die Macht von Mimik, Gestik und Sprache. Bevor du dich jedoch zum Meister der Kommunikationstechnik aufschwingen kannst, steht zunächst ein Einblick in die Grundlagen an. Denn nur wenn du weißt, warum dein Chef so cholerisch auf deine Frage nach einer Gehalterhöhung reagiert, nur dann kannst du dir die richtige Strategie zurechtlegen, um auf dein Gegenüber trotz dessen negativer Charaktereigenschaften Einfluss zu nehmen. Dafür haben wir Herrn Dr. Markus Jensch zum Interview gebeten. Herr Dr. Jensch ist Individualpsychologe und hat ein Modell entwickelt, mit dem jeder Mensch sowohl sich selber als auch sein Gegenüber analysieren, strukturieren und demzufolge (im positiven Sinne) Einfluss nehmen kann. Du darfst gespannt sein.

Was genau ist eigentlich dein Fehler in der Kommunikationstechnik? Bist du zu still, um gehört zu werden und Einfluss auszuüben? Bist du zu untertänig, um auch mal Nein zu sagen? Übst du keinen Einfluss auf dein Gegenüber aus, weil du vielleicht deine Hände falsch positionierst? Wir werden mit dir zusammen rausfinden, wo deine Schwächen liegen und aktiv daran arbeiten, dass du nie wieder Ja sagst, wenn du eigentlich Nein meinst. Du wirst in diesem Kapitel sowohl ganz konkrete Ratschläge zur richtigen Kommunikationstechnik bekommen als auch tief in dein Inneres schauen. Denn so wichtig deine Außenwirkung auch ist, solange du mit dir selbst nicht komplett auf einer Wellenlänge bist, kann aus dir kein Kommunikationstalent werden und dein Einfluss auf die Gesellschaft bleibt gering.

Mit der Entscheidung, diesen Text hier zu lesen, hast du jedenfalls schon mal den ersten Schritt getan. Du hast dir selber eingestanden, dass es was an dir gibt, an dem du arbeiten willst. Und das war ein idealer Schritt. Denn in dir stecken Potentiale, die es ans Tageslicht zu bringen gilt. Es wäre doch schade, wenn genau du nicht von dem Wissen um die richtige Kommunikationstechnik profitieren könntest! Denn schließlich ist dein Ziel, mehr Einfluss zu erlangen!

1. Die Macht der Sprache

Am Tag sprichst du 16.000 Wörter. Das ist ungefähr doppelt so viel, wie dieser Text lang ist. Über dein gesamtes Leben gesehen summiert sich dein Gerede auf rund eine halbe Milliarde Wörter. So jedenfalls schreibt es die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel „Wir müssen reden“.
Wie viele dieser Wörter nutzt du optimiert? Wie oft machst du dir Gedanken, wie deine Worte auf dein Gegenüber genau wirken und welchen Einfluss du mit der Sprache nimmst? Der 2007 gestorbene Kommunikationsforscher Paul Watzlawick hat seine Arbeiten zum Thema Kommunikationstechnik zum Lebenswerk gemacht. Und weil niemand sonst so präzise wie Herr Watzlawick die manipulative Seite der Sprache zusammengefasst und analysiert hat, gibt es jetzt für dich einen kleinen Crashkurs. Wir haben dir zwei grundlegende Watzlahacks rausgesucht, die du für eine perfekte Kommunikationstechnik kennen musst! Solltest du zufällig ausgebildeter Kommunikationswissenschaftler sein, kannst du beruhigt weiterblättern. Du wirst nichts verpassen, denn die genannte Kommunikationstechnik ist dir bestens vertraut. Für alle anderen gilt: Aufgepasst und mitgelernt!

#Watzlahack 1: Zuviel des Guten ist immer das Böse

Hast du mal probiert, dein Gegenüber mit vielen guten, schmeichelhaften Worten von deiner Sache zu überzeugen und so subtil auf eine Entscheidung Einfluss zu nehmen? Nehmen wir mal als Beispiel den Ehemann, der seiner Frau unbedingt den Urlaub in der Karibik schmackhaft machen will. Mit blumigen Worten stellt er die Schönheiten der Inselwelt raus, das herrliche Wetter, die weiten Strände…und vergisst leider dabei, dass seine Frau unter extremer Flugangst leidet. Je mehr er von den tollen Seiten des Urlaubes erzählt, desto mehr fühlt sich seine Frau angegriffen – denn unbewusst wird ihr das Gefühl gegeben, an der Situation schuld zu sein. Das Ergebnis wird ein ausgewachsener Ehestreit sein. Denn anstatt dass der Mann durch das „gute“ Zureden seinen Zweck (Einfluss auf eine Entscheidung haben) erreicht, bekommt er das genaue Gegenteil von dem, was er wollte. Weiteres Beispiel: Du willst, dass deine Tochter in Sicherheit ist. Darum verbietest du ihr den Besuch der Party (es könnte ja dort einen Jungen geben), du lässt sie abends nicht vor die Tür (es könnte ja dort einen Vergewaltiger geben) und du untersagst ihr, mit deinem Auto zur Schule zu fahren (es könnte ja einen Unfall geben). Was du möchtest, ist Sicherheit. Was bei deiner Tochter ankommt, ist Zwang. Paul Watzlawick kennt für beides nur eine Lösung: Alternativen.
Und genauso halten wir es auch bei unserem Watzlahack Nr. 1: Bevor du jemals wieder jemanden mit deinen Ideen totquatschst, überlege dir vorher eine für dich akzeptable Lösung als Alternative.
Im Falle des oben erwähnten Ehemannes wäre die Alternative der Urlaub in einem per Auto zu erreichenden Land mit Sand, Strand, Sonne und Palmen. Und deine Tochter lässt du abends nur mit vertrauenswürdigen Freundinnen auf die Party und holst sie höchstpersönlich ab. In beiden Fällen haben beide Parteien ihr Gesicht gewahrt, niemand fühlt sich angegriffen und du sparst dir so wertvolle Minuten deines Lebens, die du nicht mit sinnlosen Diskussionen verbracht hast. Und ganz neben her hast du dein Ziel erfüllt und Einfluss auf dein Gegenüber genommen!

#Watzlahack 2: Auch Nichtstun ist Tun

Gehörst du zu den Menschen, die Dinge gerne „aussitzen“? Oder die vornehmlich schweigen, wenn es unangenehm wird? Dann haben wir jetzt eine schlechte Nachricht für dich. Ganz entgegen deiner Annahme kannst du niemals irgendetwas aussitzen. Denn auch deine Nicht-Reaktion vermittelt deinem Gegenüber etwas. Und zwar ganz ohne Worte, du brauchst auch keine Gesten dafür. Einfluss nehmen durch Nichtstun. Auch hier wieder ein praktisches Beispiel. Du wurdest zum Chef gerufen, weil man dir einen Diebstahl unterstellt. Du bist natürlich extrem nervös. Dann hält man dir vor, dass du den Bleistift für deinen Privatgebrauch aus dem Büromateriallager genommen hast. Du weißt es zwar besser und auch, dass deine Kollegin den Stift genommen hat. Dir hat es aber die Kehle zugeschnürt und du möchtest deine Kollegin auch nicht verraten. Darum sagst du einfach gar nichts.
Problem dabei: Dein Chef wird dich niemals in dieser Situation als kollegialen Mitarbeiter sehen, sondern erachtet dein Schweigen als Schuldeingeständnis. Und damit hast du zumindest eine Abmahnung sicher.
In allen Situationen, in denen du dich verbal unterlegen und unwohl fühlst – mach den Mund auf, auch wenn es schwer fällt. Es gibt nur einen Menschen, der dich aus der Scheiße retten kann. Und das bist du. Besser ein hitziges Wortgefecht, als still die Konsequenzen zu erdulden (zumal wenn du nicht mal an dem Schuld bist, was man dir vorwirft).

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Welchen Vorteil habe ich? Keinen? Tschüss!


Bevor Du startest Menschen für Deine Ideen zu gewinnen, denke nach: Was ist das Ziel Deiner Präsentation, Deines Telefonates, des Mailings oder der Besprechung und Meetings?

Nur wenn Du genau weisst, was der andere von Deiner Idee, des Produktes oder der Dienstleistung hat, können wir uns genau überlegen, wie wir dem Gegenüber in ein oder zwei Sätzen direkt die Vorteile aufzeigen können. Nur dann haben wir von Anfang an die volle Aufmerksamkeit und nur dann werden wir ein angenehmes Gespräch auf gleicher Augenhöhe führen. Deine Idee hat keinen Nutzen, kein Mehrwert oder zeigst die Vorteile nicht auf? Super, dann bist Du raus!

Präsentieren wir z. B. ein hochwertiges Öl, dann ist der Vorteil  nicht das hochwertige Öl, sondern: Weniger Geld ausgeben, weil wegfallende Reparaturen, sparsamerer Verbrauch = mehr Gewinn. Der Nutzen ist mehr Gewinn oder weniger Geld ausgeben. Die längere Lebensdauer der Maschine ist ein weiterer Vorteil. Das heißt, Investitionen können herausgeschoben werden, das vorhandene Geld ist besser investiert.

Präsentierst Du Kleidung, einen Anzug oder eine Bluse zum Beispiel, dann verkaufen wir sicheres Auftreten und attraktives Aussehen.

Präsentieren wir einen sparsamen Drucker, dann verkaufen wir geringere Folgekosten. Das heißt die Firma, unser Kunde, gibt auf längere Sicht gesehen deutlich weniger Geld aus. Also, wir verkaufen nicht einen sparsamen Drucker sondern wir verkaufen langfristig „weniger Geld ausgeben“.

Verkaufen wir Jahresmitgliedschaften in einem Fitnessclub, verkaufen wir dann Mitgliedschaften? Nein! Wir bieten dann besseres Aussehen, Wohlbefinden, Gesundheit, schönere Haut, Spaß, Leistungsfähigkeit usw…

 

Welche Motive treiben Menschen an?

Es gibt insgesamt 6 dominante Motive, die Du mit Deiner Idee, Deinem Produkt oder Deiner Dienstleistung ansprechen musst, um menschen für Dich zu gewinnen. Welche Fragen kannst Du direkt beantworten?

Profit

  1. Wie verdient der Andere mehr Geld mit Deinem Produkt?
  2. Wie nutzt der Andere seine bestehenden Investitionen besser mit Deinem Produkt?
  3. Welche Zeitdiebe fallen  weg?
  4. Wie spart der Andere mit dem Produkt Geld oder Zeit?

Sicherheit

  1. Wie sicher fühlt sich der Andere durch Dein Produkt?
  2. Wie wird die Gesundheit oder Lebensqualität durch das Produkt verbessert?
  3. Welche Unannehmlichkeiten werden vermieden durch das Benutzen des Produktes und worüber muss sich der Andere keine Sorgen mehr machen?
  4. Wie wird der Fortbestand des Unternehmens oder der Lebensunterhalt des Anderen durch das Produkt gesichert?

Komfort

  1. Wie werden der Komfort und die Bequemlichkeit gesteigert? Und wie schafft es das Produkt/Dienstleistung, dass sich der Andere wohl fühlt?
  2. Wie wird das Leben des Anderen schöner und / oder ästhetisch wertvoller durch das Produkt?
  3. Alles was die Arbeit, das bedienen, das führen und den Alltag angenehmer gestalten.

Ansehen

  1. Wie erlangt der Andere durch das Produkt Ansehen und Prestige?
  2. Wo wird er der Erste mit Deinem Produkt sein?
  3. Wie weckt der Andere Wünsche bei Dritten, wenn er das Produkt kauft?
  4. Welche Referenzen werden durch Dein Produkt an den Anderen weitergegeben?
  5. Welcher sozialen Gruppe möchte der Andere angehören, bei wem wäre er gerne?

Freude

  1. Wie wird die Lebensfreude durch das Produkt gesteigert?
  2. Was kann der Andere mit dem Produkt sich oder der Firma Gutes tun?
  3. Was kann der Andere mit Ihrem Produkt anderen Gutes tun und wie kann er dadurch seine Großzügigkeit zeigen?

Schmerz

  1. Welchen Ärger kann der Kunde mit Deinem Produkt vermeiden?
  2. Wie oder wo fühlt der Andere sich wohler, wenn er XY benutzt?
  3. Welche Probleme hat er nicht mehr, wenn er mit Dir zusammenarbeitet?
  4. Welche Ängste, Sorgen kann der Andere durch dich vermeiden?